„Business Object Paper“ sorgt bei der WAZ für reibungslose Prozesse im In- und Ausland.
07.Mai 2008
Verlagsgruppe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, Mutter einer der auflagenstärksten Tageszeitungen des Landes: Was vom Namen her nach einem nationalem Unternehmen klingt, hat sich durch Auslandsbeteiligungen längst zu einem internationalen Konzern entwickelt. Das Wachstum der Gruppe brachte auch neue Herausforderungen beim Management der wichtigsten Verlagsressource, der Papierrolle, mit sich. Kostendruck, organisatorische und vertriebliche Anforderungen machten eine Vernetzung der internationalen Druckstandorte und –objekte sinnvoll.
Bereits im Jahr 2000 hatte die WAZ die gesamte IT der nationalen Standorte auf SAP R/3 umgestellt und auch die bisherigen Prozesse zur Papierrollenverwaltung auf den Prüfstand gestellt. Einkauf, Disposition und Verbrauch wurden zu jenem Zeitpunkt von einem Unix-basierten System gesteuert, dass jedoch ohne Anschluss an Buchhaltung und andere Unternehmensbereiche operierte. Um die Papierrollenverwaltung direkt mit der neuen IT-Lösung und den relevanten Geschäftsprozessen in anderen Bereichen zu verbinden, wurde „Business Object Paper“ (BOP), ein Add-on zur SAP-Materialwirtschaft, installiert.
In enger Zusammenarbeit mit den WAZ-Fachleuten wurden die Funktionen der SAP-kompatiblen Software so abgestimmt, dass sämtliche erforderlichen Prozesse und Informationen im BOP abgebildet werden können: Planung und Disposition, Wareneingang und Abrechnung, aber auch spezifische Eigenschaften der einzelnen Chargen wie Breiten, Grammaturen und Durchmesser werden dokumentiert. Auch die Erfassung von Schäden an den Papierrollen wird über BOP abgewickelt. Durch die Kompatibilität mit der SAP-Materialwirtschaft benötigt BOP keine zusätzlichen Schnittstellen. Die Einführung der einheitlichen Lösung für alle Bereiche sorgt für Transparenz und erleichtert Prozessabläufe und Kommunikation – unternehmensintern ebenso wie mit externen Druckereien. Konsequent, die Lösung auch bei den Töchtern, Beteiligungen und Fremddruckern im Ausland einzusetzen, um eine übergreifende Zusammenarbeit zu ermöglichen. InterBop ist der Name der internationalen Ausprägung des Systems.
Durch den Roll-out von InterBop auch in Bulgarien, Ungarn, Serbien und Kroatien können eine konzernweite Auswertung des Verbrauches, der Kosten und der Qualitäten von Papierrollen im Vorjahr durchgeführt und diese Daten zur Optimierung des Einkaufs im Folgejahr verwendet werden. Die übergeordnete Planung ermöglicht eine kontinuierliche und abgestimmte Erfüllung von Kontrakten mit Papierherstellern. Jahresbedarfsermittlung und Koordination der Bestellungen erfolgen über alle Grenzen hinweg: Die jeweiligen Druckorte senden dann aus Dispositionseinstellungen erstellte Aufträge an die Lieferanten. Als gemeinsame Basis sorgt InterBop unabhängig von unterschiedlichen Währungen für konzernweite Transparenz. Bestände und Papierqualitäten können nun übergreifend und schnell koordiniert werden.
Die Nutzung des Systems ist für die externen Unternehmen auch ohne eigenes SAP möglich: So haben weitere Zeitungen, u.a. in Mazedonien und Rumänien, über eine VPN-Verbindung Zugriff auf eigene BOP-Systeme auf einem Hosting-System in Deutschland, die im InterBop integriert sind.
